Was ist eine „Digital Factory“?

Roboyo wird auf der Hannover Messe in der Abteilung „Digital Factory“ vertreten sein. Wie so viele andere Begriffe in der Digitalen Transformation, ist auch „Digital Factory“ für viele nur ein weiterer Anglizismus, dem man schwer konkrete Begriffe zuordnen kann. Um etwas mehr Licht hinter diesen Begriff zu bekommen, wollen wir hier einen Einblick in dieses Thema geben.

Was ist die „Digital Factory“?

Gregor und Medvecky definieren die Digital Factory als „die Beschreibung des Zustands der Produktion von Unternehmen, die sich hauptsächlich auf IT-gesteuerte und integrierte Lösungen zwischen Maschinen und Maschinen/Menschen verlassen“ (Digital Factory – Theory and Practice). Dahinter stehen Hoffnungen auf mehr Wachstum, Kostensenkungen und Qualitätssteigerungen, die sich durch die Vernetzung von Produktion und Betriebsstätten ergeben. Dies führt sogar dazu, dass ganze Industrien durch gemeinsame Schnittstellen, technischer Standards und besseren Austausch enger zusammenwachsen. In der Vergangenheit war es zum Beispiel schwieriger einen schnellen und effizienten Austausch von Systemen der Produktion und des Verkaufs ohne menschliche Schnittstellen zu betreiben. Heute gibt es durch die vielen Systeme in Unternehmen immer mehr Schnittstellen, die meist nicht standardisiert sind. Wenn dann Schnittstellen für die vielen Systeme gebaut werden, sind die Kosten meist sehr hoch. Darüberhinaus lassen viele Firmen diese Investitionen aus und versuchen durch manuelles Bearbeiten eine „Umleitung“ zu bauen. Dabei werden häufig die großen Nachteile im Bezug auf Zeit, Kosten und Fehleranfälligkeit vernachlässigt.  Durch Lösungen wie Robotic Process Automation (RPA) können solche „manuellen Umleitungen“ heute schon vermieden werden.  Das erspart Probleme, Kosten und vor allem wertvolle Zeit. Dies hilft Unternehmen viel schneller und besser auf Kundenwünsche reagieren.

Die Digital Factory in der Praxis

Ein Paradebeispiel für eine „Digital Factory“ ist das Elektronikwerk von Siemens in Amberg. Dort werden Simatic Steuerungen hergestellt. Das Elektronikwerk gilt als eines der Vorzeigemodelle weltweit für eine „Digital Factory“. „Die Fertigung funktioniert weitgehend automatisiert. 75 Prozent der Wertschöpfungskette bewältigen Maschinen und Computer eigenständig, ein Viertel der Arbeit wird von Menschen erledigt. Nur zu Fertigungsbeginn wird das Ausgangsbauteil, eine unbestückte Leiterplatte, von menschlicher Hand berührt – ein Mitarbeiter legt es in die Produktionsstraße. Von nun an läuft alles maschinengesteuert. Der Clou: Simatic-Steuerungen selbst regeln die Herstellung von Simatic. Vom Produktionsbeginn bis zur Auslieferung sind rund tausend solcher Steuerungen im Einsatz“, erklärt Prof. Dr. Karl-Heinz Büttner, Leiter des Elektronikwerk Ambergs. Darüber hinaus kann man durch die Steuerung der Lebenslauf jedes Produktes bis ins kleinste Teil verfolgen. In der Fabrik entstehen jeden Tag 50 Millionen Prozessinformationen, die dann wiederum in das Manufacturing Execution System Simatic IT eingespeist werden. Das macht es für das Unternehmen einfach, perfekt über seine Produkte Bescheid zu wissen und durch eine Schnittstelle mit der Entwicklungsabteilung sofortiges Feedback zu neuen Ideen zu bekommen. „Die Produkte steuern ihre Fertigung selbst. Sie teilen den Maschinen über den Produktcode mit, welche Anforderungen sie haben und welche Produktionsschritte als nächstes nötig sind.“

Kreative Wissensarbeit ist gefragt

Die Mitarbeiter bleiben für Siemens in diesem Beispiel trotzdem unverzichtbar. Der Fokus der Arbeit verschiebt sich allerdings. Die Zukunft der Arbeit liegt immer mehr in der Konzeption, dem Design und der Wissensarbeit. Auf der anderen Seite werden wiederkehrende, stark administrative Aufgaben in der Fertigung und in der Administration von Unternehmen immer weniger. Dies spart jedem Unternehmen Geld, welches zum Beispiel in eine digitale Fabrik investiert werden kann, und nimmt dem Menschen langweilige, wenig herausfordernde Aufgaben ab.

Unsere Lösung in der Digital Factory

Robotic Process Automation liefert für viele Fragestellungen, die sich aus dem „Digital Enterprise“-Konzept ergeben, eine kostengünstige und perfekt angepasste Lösung ab. Unsere Software Robots helfen Unternehmen schon heute, ihre Qualität im Dateninput zu steigern, Kosten in der Administration zu senken und Kommunikation zwischen den Maschinen zu verbessern.

Falls Sie Fragen zu dem Thema haben, schreiben Sie uns einfach über das Kontaktfeld oder treffen Sie uns in Person auf der Hannover Messe in Halle 6 vom 25.-29. April 2016. Wir freuen uns Ihnen mehr über dieses spannende Feld zu erzählen und Ihnen eine praktische Demonstration unserer Lösungen zu zeigen.

Leave Reply