Künstliche Intelligenz in einer Welt nach COVID-19

Letzten Monat haben wir die Möglichkeit, wie RPA Unternehmen in ihrer Covid-19 Isolation helfen kann, betrachtet. In diesem Beitrag wollen wir auf die gleiche Fragestellung bezüglich künstlicher Intelligenz fokussieren. Während wir diesen Beitrag schreiben, gibt es in ganz Europa verschiedene Arten des Lockdowns bezüglich Länge und Strenge der Vorschriften. Die Firmen jeder dieser Länder haben, trotz der unterschiedlichen Stufen des Lockdowns, eine Gemeinsamkeit: Sie alle machen sich Gedanken bezüglicher einer „Exit Strategie“. Dabei geht es nicht nur darum zu verstehen, wie wir so einfach wie möglich wieder zurück zur Normalität kommen, sondern auch darum, wie temporäre, aber transformative Maßnahmen, die aufgrund von Covid-19 eingeführt wurden, beibehalten werden könnten.

Es ist bekannt, dass man Vieles erreichen kann, wenn eine Krise die Existenz eines Unternehmens bedroht: Jeder Stakeholder des Unternehmens arbeitet zusammen und es werden Dinge in Tagen statt Wochen umgesetzt. Viele Menschen denken, dass diese Art der beschleunigten Implementierung nicht für künstliche Intelligenz gilt. Denn KI Projekte dauern im Normalfall Monate der Vorbereitung und die Umsetzung – Datenverarbeitung, Modellentwicklung, Tests, usw – ist oftmals ein nervenaufreibendes Unterfangen. Doch manche KI Projekte können relativ schnell umgesetzt werden, speziell solche, für die ein Großteil des Designs und der Modellentwicklung bereits vorgefertigt von einem Anbieter geliefert werden.

So musste zum Beispiel eine Wohltätigkeitsorganisation für Gesundheit eine schwere Situation meistern: Die komplette Spendenbasis ist aufgrund der Unsicherheit, ausgelöst durch die Pandemie, über Nacht fast gänzlich verschwunden. Die Organisation benötigte sehr schnell neue Geldmittel, aber in dieser Situation ist es sehr schwer eine Möglichkeit für Spenden zu finden, daher musste sichergestellt werden, dass die richtigen Leute mit der richtigen Nachricht erreicht werden. Die Organisation holte sich Unterstützung von einem Softwareanbieter, welcher bereits Algorithmen entworfen hatte, die in der Lage waren, die Bereitwilligkeit einer Spende der Leute zu prognostizieren. Alles was der Anbieter benötigte, waren die bereits vorhandenen Daten aus dem CRM System der Organisation, um diese Prognosen durchführen zu können. Vom Erstkontakt bis hin zur Umsetzung des Modells verging nicht einmal ein ganzer Monat.

Die Wohltätigkeitsorganisation musste außerdem sicherstellen, dass sie die Kommunikation auf die Problemstellungen und Sorgen ihrer Community angepasst war. Während der Pandemie verändert sich die Situation Woche um Woche und macht es somit sehr schwierig die wirklich wichtigen Probleme und Sorgen zu identifizieren. Durch die Nutzung von „comparative linguistics“ eines spezialisierten KI-Anbieters, war die Organisation nun in der Lage ihre Foren und Social-Media-Kanäle zu analysieren und so Themen zu identifizieren, die mehr oder weniger wichtig wurden. Probleme wie der Zugang zu medizinischen Experten waren von Anfang an sehr wichtig, aber wurden über einen gewissen Zeitraum hinweg mehr und mehr zu einer Basisvoraussetzung. Vor Kurzem drehten sich in etwa die Hauptthemen um Unsicherheit und den dadurch entstehenden Stress. Durch diese Verständnis war die Organisation in der Lage ihre Nachrichten perfekt an die Situation ihrer Stakeholder anzupassen.

Die Fähigkeit, Dinge schnell und einfach umzusetzen, sollte nicht abhandenkommen, sobald der Lockdown aufgehoben wird. Die künstliche Intelligenz kann entscheidend dazu beitragen, dass Ihr Unternehmen mit der potenziellen Welle von “Routine”-Arbeiten fertig wird, die während des Lockdowns auf Eis gelegt wurden und nun hereinströmen. Die Fähigkeit, diese Arbeit zu triangulieren – sie nach Prioritäten zu ordnen und sie den richtigen Ressourcen zuzuordnen – wird es Ihnen ermöglichen, sich auf die richtigen Dinge zu konzentrieren. Die künstliche Intelligenz kann in relativ kurzer Zeit lernen, verschiedene Arten von Dokumenten zu erkennen und zu klassifizieren, die in das Kontaktzentrum gelangen. Die Automatisierung eines Teils der nachgelagerten Arbeiten nach der Triage, zum Beispiel mit RPA, wird die Effizienz noch weiter steigern.

Einige Anwendungen der KI werden immer noch knifflig zu bewerkstelligen sein und Zeit und Mühe erfordern. Aber es gibt viele, die das nicht tun. Denken Sie darüber nach, wie diese Ihnen jetzt helfen könnten, aber auch, wenn es eine weitere Welle von Covid-19 Viren gibt und sie Ihnen helfen könnten, beim zweiten Mal besser zurechtzukommen. Der Aufbau von Chatbots, die Automatisierung von Prozessen und die Vorhersage der Nachfrage in etwa, werden Sie in eine perfekte Position bringen, sollten wir uns in einer ähnlichen Situation befinden.  Und vergessen Sie nicht, dass Ihr Unternehmen dadurch effizienter wird und Ihre Kunden in der Zwischenzeit besser bedienen kann.

Tags: #coronavirus, covid-19, intelligente automatisierung, Künstliche Intelligenz