Wir lesen

"Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten Möglichkeiten." - Aldous Huxley

Wir halten Sie auf dem Laufenden, indem wir regelmäßig eine Übersicht mit interessanten Büchern, Magazinen, Blogs, etc. hier bereitstellen, welche wir selbst lesen.

What to Think About Machines That Think, John Brockman

Das Thema künstliche Intelligenz macht immer mehr Schlagzeilen in unserem täglichen Leben. IBM Watson, IPSoft Amelia und Apple Siri sind nur einige der Beispiele, wo wir bereits heute die Realität der künstlichen Intelligenz erleben. Mit seinem Buch „What to Think About Machines That Think“ hat John Brockman die weltweit besten Forscher und Philosophen eingeladen und sie gebeten folgende Frage zu beantworten – What do you think about machines that think? Im Buch gibt es eine große Anzahl der Antworten auf diese Frage und zwei zusammengefasste Antworten finden Sie hier.

So schreibt zum Beispiel Professor Dimitar D. Sasselov von der Harvard University – Es ist unsere gehegte Hoffnung, dass alles beim alten bleibt und so die Kontinuität gewahrt wird. Die Realität ist aber eine ganz andere, denn keine Spezi auf unserem Planeten würde heute noch existieren, hätte es den Fortschritt und die Weiterentwicklung nicht gegeben. Somit ist der Fortschritt eine natürliche Sache und weiterhin auch erforderlich, wollen wir eine lange und erfolgreiche Zukunft haben

Athena Vouloumanos, Associate Professor an der New York University schreibt, dass eine „machine-run-world“ uns Menschen viel neue Zeit geben wird. Diese gewonnene Zeit können die Menschen nun wichtigeren Dingen wie Kreativität ausleben, neue Probleme lösen, mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen. Somit können wir stärkere soziale Netzwerke bauen und neue bisher unbekannte Fähigkeiten aufbauen.

Das Buch ist sehr zu empfehlen und kann aufgrund der vielzähligen Antworten auch als Nachschlagewerk genutzt werden.

Harvard Business Manager 9/2015: Ihr neuer Kollege

Menschen sind seit jeher fasziniert von Robotern, welches immer wieder in Filmen wie Star Wars, Wall-E oder I Robot zum Ausdruck kommt. Gleichzeitig aber kommen die Ängste vor Robotern nicht zu kurz. Im Angesicht der Digitalisierung und den aktuellen Fortschritten bei den Themen Roboter und künstliche Intelligenz ist diese Angst heute stärker denn je. Diese Mal sprechen wir nicht von Robotern in Fabrikhallen, sondern von Robotern in Büros.

Um 1920 waren ca. 45% der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig. Durch den Einzug von Maschinen ist dieser Anteil bei uns auf ca. 2% gefallen. Trotzdem sind nicht alle Arbeitslos geworden. Die Kernfrage, welche man sich stellen muss ist nicht, wie verhindere ich den Fortschritt, sondern wie man sich auf das Neue vorbereitet. Daher ist es wichtig zu überlegen, welche neuen Tätigkeiten der Mensch erbringen kann.

Daher argumentiert die HBM, dass Automation zu Augmentation führt und der Mensch sich auf den Wandel mit neuen Strategien einstellen muss. Ein durchaus interessanter Themenbereich der in dieser HBM Ausgabe behandelt wird.

Rise of the Robots, Martin Ford

Martin Ford stellt mit „Rise of the Robots“ einen New York Times Beststeller vor, welches über den rasanten und immer schneller werdenden Aufstieg der Automatisierung und den damit verbundenen Herausforderungen für die Menschheit erzählt. Das Buch erläutert sehr detailliert, warum wir Menschen uns neu orientieren und neu ausbilden müssen, um in der Arbeitswelt schritt zu halten. Das Buch ist untermauert bei Martin Ford mit akribischen Nachforschungen. Er schreckt auch nicht davor zurück Optimisten zu benennen, welche Ihre rosigen Vorhersagen auf alten Modellen basieren. Dieses Mal ist alles anders schreibt er und erläutert Wege und Mittel, wie man Schritt halten kann in dieser sich verändernden Welt.

Wenn Sie Lust auf ein spannendes Buch zu Innovationen und Automatisierung haben, dann ist dieses Buch eine Standardlektüre.

Die Geschichte der Zukunft, Erik Händeler

Auf dem Unternehmer-Kongress Nürnberg hatten wir das Vergnügen uns einen Vortrag von Erik Händeler zur Geschichte der Zukunft anzuhören. Herr Händeler stellt zunächst klar, dass es wichtig ist etwas über die Zukunft zu sagen, damit die Gesellschaft und Unternehmen sich darauf einstellen können.

Um 1750, war mechanische Energie der knappste Produktionsfaktor. Daher haben Unternehmer James Watt gebeten eine Lösung zu erarbeiten – die Dampfmaschine war geboren. Konkret bedeutet dieses Beispiel, dass neue Märkte, Arbeitsplätze, etc. entstehen, weil es eine ökonomische Notwendigkeit gibt. Als Erklärung dazu führt Herr Händeler Kondratieff’s spannende Theorie der langen Konjunkturwellen auf.

Was Herr Händeler bereits heute schon über die Zukunft sagen kann, ist das wir uns in einer Wissensgesellschaft befinden. Die Wissensgesellschaft bedeutet, das Dinge wie Planen, Organisieren und Beraten die Mehrheit unsere täglichen Aktivitäten sein werden. Somit wird uns die Arbeit nicht ausgehen, wie von vielen anderen Forschern vorher gesagt. Sie wird sich wandeln, denn es wird immer Probleme zu lösen geben.

Die größten Herausforderungen für heutige Unternehmer liegt bei den Fachkräften und Mitarbeitern. Nicht genügend Fachkräfte. Daher wird es in Zukunft darum gehen, das Wissen in einem Unternehmen zu mobilisieren.

Sollten Sie das Thema spannend finden, finden Sie hier ein kurzes Video und Erik Händelers Webseite.